Jesus, das Brot des Lebens LEITTEXT: „Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Johannes 6, 35.) Zum Lesen empfohlen: Das bessere Leben, S. 19-22. „Wir essen Christi Fleisch… wenn wir ihn im Glauben als unseren persönlichen Erlöser in Anspruch nehmen.“ – Bibelkommentar, S. 319. 320. 1. Übereifer 30.03. (So) a. Welche Überzeugung zeigte sich bei vielen Menschen nach dem Wunder der Speisung der Menge? Johannes 6, 14. Was begehrten sie zu tun? Johannes 6, 15 (erster Teil). „Den ganzen Tag waren sie immer mehr davon überzeugt worden. Jene krönende Handlung nun gibt ihnen die Gewissheit, dass der lang erwartete Erlöser unter ihnen weilt. Die Hoffnung aller Anwesenden wird immer größer: Er ist es, der Judäa zu einem irdischen Paradies machen wird, zu einem Land, in dem Milch und Honig fließen, er kann jeden Wunsch erfüllen; er kann die Macht der verhassten Römer brechen; er kann Juda und Jerusalem befreien und die in der Schlacht verwundeten Soldaten heilen; er kann Heere mit Nahrung versorgen, Völker besiegen und auch Israel die lang ersehnte Herrschaft geben. In ihrer Begeisterung sind sie bereit, Jesus sofort zum König zu krönen. Sie sehen, dass er sich keinerlei Mühe gibt, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken oder sich ehren zu lassen. Hierin unterscheidet er sich wesentlich von den Priestern und Obersten, und sie befürchten, dass er nie einen Anspruch auf Davids Thron geltend machen wird. Sie beraten gemeinsam und kommen überein, Gewalt anzuwenden und ihn als König von Israel auszurufen. Die Jünger schließen sich der Menge an und erklären, dass der Thron Davids das rechtmäßige Erbe ihres Herrn sei. Nur Jesu Bescheidenheit, sagen sie, veranlasse ihn, diese Ehre auszuschlagen. Möge doch das Volk seinen Befreier erheben, dann werden die hochmütigen Priester und Obersten gezwungen sein, den mit göttlicher Macht ausgestatteten Heiland zu ehren.“ – Das Leben Jesu, S. 367. 368. 2. Den fehlgeleiteten Eifer besänftigen 31.03. (Mo) a. Was tat Jesus, um die Menge und die Jünger daran zu hindern, ihre Pläne auszuführen, ihn auf einen irdischen Thron zu setzen? Johannes 6, 15. „Es werden nun eilig [von den Jüngern und der Menge] Vorbereitungen getroffen, diesen Plan auszuführen. Doch der Herr bemerkt ihre Absicht und kennt besser als das Volk die Folgen einer solchen Handlung. Schon jetzt trachten die Priester und Obersten ihm nach dem Leben und beschuldigen ihn, dass er das Volk gegen sie aufwiegele. Der Versuch des Volkes, ihn auf den Thron zu setzen, würde nur Gewalttat und Aufruhr nach sich ziehen und das geistliche Reich in Gefahr bringen. Dieser Entwicklung musste umgehend Halt geboten werden. Jesus ruft seine Jünger und befiehlt ihnen, sofort das Boot zu besteigen und nach Kapernaum zurückzufahren, während er selbst das Volk entlassen werde. Noch nie zeigten die Jünger so wenig Neigung, der Anordnung ihres Herrn nachzukommen. Sie hatten schon lange auf einen allgemeinen Volksaufstand gehofft, um Jesus auf den Thron zu heben. Sie konnten sich nicht mit dem Gedanken vertraut machen, dass diese Begeisterung ohne Erfolg bleiben sollte. Die zum Passahfest versammelte Volksmenge wollte den neuen Propheten sehen, und den Jüngern schien die Zeit gekommen, ihren geliebten Meister auf den Thron zu heben. In dieser Begeisterung wurde es ihnen wirklich schwer, ohne Jesus fortzugehen und ihn an diesem einsamen Platz zurückzulassen. Sie wagten Einwände gegen seinen Befehl; aber der Herr sprach nun mit solcher Autorität, wie er sie ihnen gegenüber noch nie gezeigt hatte. Sie wussten jetzt, dass ihr weiteres Widerstreben nutzlos sein würde, und wandten sich schweigend dem See zu.“ – Das Leben Jesu, S. 368. b. Was tat die Menge am Tag nach dem Wunder ? Johannes 6, 22-25. „Überall sprach man über das Speisungswunder, und schon früh am nächsten Morgen strömten die Leute nach Bethsaida, um Jesus zu sehen. Sie kamen in großer Zahl über Land und auch über den See. Die ihn am Abend zuvor verlassen hatten, kehrten zurück in der Annahme, ihn dort noch anzutreffen; denn es war kein Boot vorhanden, mit dem er zum anderen Seeufer hätte übersetzen können. Ihr Suchen blieb jedoch ergebnislos. Deshalb wandten sich viele wieder nach Kapernaum, um ihn dort zu suchen. Inzwischen befand er sich nach nur eintägiger Abwesenheit wieder in der Landschaft Genezareth. Gleich bei seiner Ankunft ‚erkannten die Leute ihn alsbald und liefen im ganzen Land umher und hoben an, die Kranken umherzutragen auf Betten, wo sie hörten, dass er war.‘“ (Markus 6, 54. 55.)“ – Das Leben Jesu, S. 374. 375. 3. Bessere Absichten, göttliche Hilfe 01.04. (Di) a. Welche freimütige und doch bedachte Botschaft gab Jesus der Menge? Johannes 6, 26. 27. „Jesus aber befriedigte ihre Neugier nicht. Traurig erwiderte er: ‚Ihr suchet mich nicht darum, dass ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und seid satt geworden.‘ Sie suchten ihn nicht aus achtbaren Beweggründen. Das Brot hatte sie gesättigt, und nun erwarteten sie, weitere irdische Wohltaten zu empfangen, wenn sie sich an ihn hielten. Der Heiland aber beschwor sie: ‚Verschafft euch doch nicht die Speise, die vergänglich ist, sondern die Speise, die für das ewige Leben vorhält.‘ Mit anderen Worten: Trachtet nicht nur nach irdischem Gewinn! Lasst es nicht euer Hauptanliegen sein, für das diesseitige Leben zu sorgen, sondern strebt nach geistlicher Speise, das heißt, nach jener Weisheit, die bis ins ewige Leben fortwirkt“ – Das Leben Jesu, S. 375. b. Welche Frage stellten die Juden Jesus in Bezug auf die Werke Gottes? Johannes 6, 28. Erkläre die Antwort, die der Herr ihnen gab. Johannes 6, 29. „Augenblicklich war das Interesse der Hörer geweckt. Sie riefen aus: ‚Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken?‘ Sie hatten vieles und Schweres geleistet, um sich vor Gott angenehm zu machen. Bereitwillig hätten sie jeder neuen Vorschrift zugestimmt, durch deren Befolgung sie sich ein größeres Verdienst verschaffen konnten. Ihre Frage bedeutete eigentlich: Was sollen wir tun, um uns den Himmel zu verdienen? Welchen Preis müssen wir zahlen, um das künftige Leben zu erlangen? ‚Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubet, den er gesandt hat.‘ Als Preis fordert der Himmel die Annahme Jesu. Der Weg zum Himmel geht über den Glauben an ‚Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt‘. (Johannes 1, 29.)“ – Das Leben Jesu, S. 375. 376. „Buße ist Abkehr vom Ich und Hinkehr zu Christus. Wenn wir Christus also in uns aufnehmen, dass er durch den Glauben sein Leben in uns lebt, werden gute Werke offenbar werden.“ – Das bessere Leben, S. 74. „Möge der Herr seinen Kindern helfen, zu erkennen, dass ernste Arbeit zu tun ist! … sie [sollen] im Heim, in der Gemeinde und in der Welt die Werke Christi wirken. Sie sind in ihrer Arbeit nicht allein gelassen. Engel sind ihre Helfer, und Christus ist ihr Helfer.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 27. 4. Das Brot des Himmels 02.04. (Mi) a. Welches Zeichen wünschten die Juden und welche geschichtliche Tatsache erwähnten sie? Johannes 6, 30. 31. Was sagte Jesus über das Brot vom Himmel? Johannes 6, 32. 33. „Die Juden ehrten in Mose den Spender des Manna und priesen so den Mittler, wobei sie den aus den Augen verloren, der die Tat eigentlich vollbracht hatte. Ihre Vorfahren hatten gegen Mose gemurrt, an ihm gezweifelt und seine göttliche Mission geleugnet. In der gleichen Gesinnung verwarfen die Nachkommen dieser Männer jetzt den, der ihnen die Botschaft Gottes ausrichtete. ‚Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben.‘ Der Spender des Manna stand vor ihnen. Christus selbst hatte ja die Hebräer durch die Wüste geführt und sie täglich mit Himmelsbrot gesättigt. Diese Nahrung war ein Sinnbild für das wahre Himmelsbrot. Der lebenspendende Geist, ein Ausfluss der unendlichen Fülle Gottes, ist das wahre Manna.“ – Das Leben Jesu, S. 376. 377. b. Welche Bitte sprachen sie aus, da ihre Gedanken nur auf das natürliche, physische Brot fixiert war, und was erklärte der Herr? Johannes 6, 34-36. „Das Bild, das Jesus gebrauchte, war den Juden vertraut. Schon Mose hatte unter dem Einfluss des Heiligen Geistes den Israeliten gesagt, ‚dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des Herrn geht‘. (5. Mose 8, 3.) Und der Prophet Jeremia hatte geschrieben: ‚Dein Wort ward meine Speise, sooft ich‘s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost.‘ (Jeremia 15, 15.) Selbst die Rabbiner kannten ein Sprichwort, wonach das Essen von Brot in geistlichem Verständnis Studium des Gesetzes und Erfüllung guter Werke bedeutete, und oft hieß es, dass bei der Ankunft des Messias ganz Israel gesättigt würde. Die Lehren der Propheten enthüllten den tiefen geistlichen Sinn, der in dem Brotwunder steckte. Diese Bedeutung wollte Christus seinen Hörern in der Synagoge erschließen. Hätten sie die Schrift verstanden, dann würden sie auch erfasst haben, was seine Worte bedeuteten: ‚Ich bin das Brot des Lebens.‘ Erst einen Tag zuvor war die große, ermattete und müde Volksmenge durch das Brot gesättigt worden, das er gespendet hatte. Wie sie durch dieses Brot körperlich gekräftigt und erfrischt worden waren, so hätten sie durch Christus geistliche Kraft für das ewige Leben erhalten können.“ – Das Leben Jesu, S. 377. 5. Auferstehung und das ewige Leben 03.04. (Do) a. Welche zwei eng miteinander verbundene Verheißungen werden denen gegeben, die sich mit Christus identifizieren, und wie bringt dies jedem Sünder Hoffnung? Johannes 6, 37-40. „Alle, die ihn im Glauben annähmen, so versicherte [Jesus], werden das ewige Leben erlangen. Nicht ein einziger könnte verlorengehen.“ – Das Leben Jesu, S. 378. „Schenke der Einflüsterung des Feindes, von Christo fortzubleiben, bis du dich selbst besser gemacht hast, bis du gut genug bist, zu Gott zu kommen, kein Gehör. Wenn du bis dahin wartest, wirst du nie zu ihm kommen. Wenn Satan auf deine unreinen Gewänder hinweist, so wiederhole die Verheißung Jesu: ‚Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.‘ (Johannes 6, 37.) Sage dem Feinde, dass das Blut Jesu Christi rein macht von aller Sünde. Bete mit David: ‚Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde; wasche mich, dass ich schneeweiß werde.‘ (Psalm 51, 9.) Mache dich auf und gehe zu deinem Vater. Er wird dir entgegengehen, wenn du noch ferne bist. Wenn du auch nur einen Schritt nimmst, um dich ihm in Reue und Buße zu nähern, wird er zu dir eilen und dich mit Armen ewiger Liebe umfassen. Sein Ohr ist dem Schreien der bußfertigen Seele geöffnet. Das erste Sehnen des Herzens nach Gott ist ihm bekannt. Nie wird ein Gebet dargebracht, einerlei wie stammelnd, nie eine Träne vergossen, gleichviel wie verborgen, nie ein aufrichtiges Verlangen nach Gott genährt, wie schwach es auch sein möge, ohne dass der Geist Gottes es wahrnimmt und dem betreffenden Herzen entgegenkommt. Ja, ehe noch das Gebet gesprochen, oder das Sehnen des Herzens kundgegeben wird, unterstützt die Gnade Christi die Kraft, die an der menschlichen Seele wirkt.“ – Christi Gleichnisse, S. 203. 204. b. Wie murrten die ungläubigen Juden, und welche Verheißung wiederholte Jesus denen, die an ihn glaubten? Johannes 6, 41-51. Fragen zur persönlichen Wiederholung 04.04. (Fr) 1. Was planten die Nachfolger Christi nach der Speisung mit Brot zu tun? 2. Beschreibe das Hauptanliegen der Menge, die Jesus folgte. 3. Erkläre die Worte Jesu aus Johannes 6, 29. 4. Welches Sinnbild benutzte Christus, um die Quelle des geistlichen Lebens darzustellen? 5. Wie offenbarten die jüdischen Obersten ihre Vorurteile gegenüber Christus? |