Niemand redete wie dieser Mann LEITTEXT: „Die Knechte antworteten: Es hat nie ein Mensch also geredet wie dieser Mensch.“ (Johannes 7, 46.) Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse für Prediger, S. 436-441. „Die Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen und wertzuschätzen, so erklärte Jesus, hängt weniger vom Verstand als vielmehr vom Herzen ab. Der Mensch muss die Wahrheit in sich aufnehmen. Das erfordert die Unterordnung des Willens.“ – Das Leben Jesu, S. 448. 1. Das Interesse der Menschen an Jesus 20.04. (So) a. Was fragten einige Juden, nachdem sie Jesus öffentlich predigen, gesehen und gehört hatten? Johannes 7, 25. 26. „Viele unter Christi Zuhörern, die in Jerusalem wohnten und von den Anschlägen wussten, die die Oberen des Volkes gegen ihn schmiedeten, fühlten sich mit unwiderstehlicher Kraft von ihm angezogen. Schwer lastete auf ihnen die Gewissheit, dass er der Sohn Gottes war.“ – Das Leben Jesu, S. 450. b. Wie wirkte Satan auf die Obersten, um Zweifel zu schüren? Johannes 7, 27. „Satan war entschlossen, Zweifel zu säen. Der Weg dazu war durch ihre eigenen irrigen Vorstellungen vom Messias und seinem Kommen vorbereitet. So wurde allgemein angenommen, dass Christus zwar in Bethlehem geboren werden würde, doch nach einer gewissen Zeit sollte er wieder verschwinden. Bei seinem zweiten Erscheinen würde dann niemand wissen, woher er käme. Viele waren davon überzeugt, dass der Messias keine natürlichen verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Menschen unterhalten würde. Da Jesus dieser volkstümlichen Vorstellung von der Herrlichkeit des Messias nicht entsprach, schenkten viele der Einflüsterung Beachtung: ‚Wir wissen, woher dieser ist; wenn aber der Christus kommen wird, so wird niemand wissen, woher er ist.‘“ – Das Leben Jesu, S. 450. 2. Böswillige Pläne vereitelt 21.04. (Mo) a. Was sagte Jesus zu seinen zweifelnden Zuhörern, nachdem er ihre Gedanken gelesen hatte? Johannes 7, 28. „Während sie so zwischen Zweifel und Glauben schwankten, nahm Jesus ihren Gedanken auf und antwortete ihnen: ‚Ihr kennet mich und wisset, woher ich bin. Aber von mir selbst bin ich nicht gekommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, welchen ihr nicht kennet.‘ Sie maßten sich an, über die Herkunft Jesu Bescheid zu wissen, in Wirklichkeit aber wussten sie überhaupt nichts von ihm. Hätten sie in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes gelebt, dann würden sie seinen Sohn erkannt haben, als er öffentlich unter ihnen auftrat.“ – Das Leben Jesu, S. 450. 451. b. Mit welchen Mitteln versuchten die jüdischen Obersten ihn zum Schweigen zu bringen, da es ihnen an Argumenten fehlte, um seine Aussage zu widerlegen? Johannes 7, 30 (erster Teil). Warum konnten sie ihn in Wirklichkeit nicht verhaften? Johannes 7, 30 (letzter Teil). „Die Zuhörer konnten nicht umhin, Christi Worte zu verstehen, die eine klare Wiederholung des Anspruches waren, den er einige Monate zuvor in Gegenwart des Hohen Rates erhoben hatte, als er sich selbst als Sohn Gottes bezeichnete. Die Obersten des Volkes hatten daraufhin beraten, wie sie ihn töten könnten; jetzt suchten sie ihn zu greifen. Doch daran wurden sie von einer unsichtbaren Macht gehindert, die ihrer Wut Grenzen setzte und ihnen sagte: Bis hierher und nicht weiter!“ – Das Leben Jesu, S. 451. c. Wie zeigten viele ihren Glauben an Jesus, und was planten die Obersten zu tun, als sie die Sympathie des Volkes für ihn bemerkten? Johannes 7, 31. 32. „Die jüdischen Würdenträger verfolgten mit ängstlicher Spannung den Verlauf der Dinge. Sie bemerkten die wachsende Anteilnahme des Volkes, eilten zu den Hohenpriestern und berieten mit diesen, wie man Jesus unschädlich machen könnte. Sie hielten es jedoch für ratsam, ihre Absicht erst dann zu verwirklichen, wenn Jesus allein sein würde; ihn vor dem Volk gefangenzunehmen, wagten sie nicht.“ – Das Leben Jesu, S. 451. 3. Die Einladung 22.04. (Di) a. Welches wunderbare Sinnbild benutzte Jesus am letzten Tag des Festes, um den sündenbeladenen Seelen Trost zu schenken? Johannes 7, 37. 38. „Das Herz, das Gottes Wort annimmt, gleicht weder einem kleinen Gewässer, das verdunstet, noch einem löchrigen Brunnen, der sein kostbares Wasser auslaufen lässt. Es gleicht dem Gebirgsbach, der von unversiegbaren Quellen gespeist, von Fels zu Fels hüpft und mit seinem kühlen, glitzernden Wasser den Müden, den Durstigen und den Schwerbeladenen erquickt. Es gleicht dem Strom, der beständig dahinfließt und je weiter er kommt, immer tiefer und breiter wird, bis seine lebenspendenden Fluten sich über die ganze Erde ausgebreitet haben. Der Bach, der murmelnd dahinfließt, schenkt Frische und Fruchtbarkeit. Das Gras an seinen Ufern ist von einem frischeren Grün; die Bäume haben ein üppigeres Laubwerk, und auch Blumen gibt es in Überfluss. Wenn die Erde unter der sengenden Glut des Sommers verbrannt daliegt, markiert noch immer ein Streifen Grün den Flusslauf. So verhält es sich auch mit dem wahren Kind Gottes. Die Religion Christi offenbart sich als ein belebender, alles durchdringender Urquell, als eine lebendige, tätige, geistliche Kraft. Sobald das Herz sich dem himmlischen Einfluss der Wahrheit und der Liebe öffnet, wird sich dieser Urquell gleich Strömen in die Wüste ergießen und überall dort, wo jetzt Dürre und Mangel herrschen, Fruchtbarkeit hervorbringen.“ – Propheten und Könige, S. 165. 166. „‚Wen da dürstet‘ nach ruhevoller Hoffnung, nach Befreiung von sündigen Neigungen, zu denen sagt Christus: ‚der komme zu mir und trinke.‘ (Johannes 7, 37.)“ – In den Fußspuren des großen Arztes, S. 183. b. Wie soll diese Einladung außerdem noch verstanden werden? Johannes 7, 39. „Christus hat die Grundsätze der Wahrheit im Evangelium vorgeführt. In seinen Lehren können wir von dem Strom trinken, der vom Throne Gottes fließt!“ – Zeugnisse, Band 8, S. 309. „Wir benötigen eine lebendige Religion. Ein einziges Gemeindeglied, das eine tiefere Pflichtauffassung besitzt, das Gemeinschaft mit Gott pflegt und voller Eifer für Christum ist, kann bereits einen starken Einfluss zum Guten ausüben. Es trinkt nicht Wasser aus einem seichten, trüben und verschmutzten Strom, sondern aus einem reinen und klaren Quell. Darum kann es der Gemeinde einen neuen Geist und neue Kraft vermitteln. Je mehr der Druck von außen zunimmt, desto mehr möchte Gott seine Gemeinde durch die heilige und ernste Wahrheit beleben, an die sie glaubt. Der Heilige Geist, der in den Söhnen und Töchtern Gottes wirkt, wird Hindernisse überwinden und das Feld gegenüber dem Feind behaupten. Für sein Volk, das die Wahrheit liebt und seine Gebote beachtet, hält Gott große Siege bereit.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 611. 4. Worte wie kein anderer 23.04. (Mi) a. Was schlussfolgerten viele als Folge des Bezugs Christi auf das Wasser des Lebens, und warum? Johannes 7, 40 (vergleiche 5. Mose 18, 15). b. Während einige durch diese Aussicht mit Hoffnung erfüllt wurden, reagierten andere wie? Johannes 7, 41-44. c. Welche Anweisung erhielten die Knechte von den Obersten? Johannes 7, 45. Warum waren sie nicht in der Lage, Jesus gefangen zu nehmen? Johannes 7, 46. „Am letzten Tag des Festes kamen die Häscher, die im Auftrage der Obersten und Priester Jesus fangen sollten, ohne ihn zurück. Zornig fragte man sie: ‚Warum habt ihr ihn nicht gebracht?‘ Tiefer Ernst lag auf ihren Zügen, als sie antworteten: ‚Es hat nie ein Mensch so geredet wie dieser Mensch.‘ So verhärtet die Herzen der Knechte waren, Jesu Worte hatten sie doch angerührt. Während er im Vorhof redete, waren sie in seiner Nähe geblieben, um zu hören, ob sich seine Worte gegen ihn selbst wenden ließen; je mehr sie aber hörten, desto weniger dachten sie an ihren Auftrag. Sie standen bald ganz unter dem Eindruck seiner Worte. Christus offenbarte sich ihren Seelen; sie erkannten, was die Obersten und Priester nicht einsehen wollten: menschliche Natur von göttlicher Herrlichkeit durchdrungen!“ – Das Leben Jesu, S. 453. „Um göttliche Wahrheiten zu illustrieren, benutzte [Christus] Dinge aus der Natur, mit denen sie vertraut waren. So musste der Herzensboden vorbereitet werden, um guten Samen zu empfangen. Jesus ließ seine Zuhörer fühlen, dass seine Interessen dieselben waren, wie ihre und dass sein Herz ihre Freuden und ihren Kummer mitempfand. Gleichzeitig sahen sie in ihm eine Hoheit und Kraft, welche die ihrer am meisten geehrten Rabbiner weit übertraf. Die Lehren Christi zeichneten sich durch eine ihnen bis dahin unbekannte Einfachheit, Würde und Kraft aus. Unwillkürlich riefen sie aus: ‚Es hat nie ein Mensch also geredet wie dieser Mensch.‘ Das Volk lauschte ihm gern, aber die Priester und Machthaber, selbst ihrem Amt als Hüter der Wahrheit untreu, hassten Christum um der von ihm geoffenbarten Gnade willen, welche die Menge von ihnen wegzog und sie dem Licht des Lebens folgen ließ. Ihr Einfluss hinderte die jüdische Nation daran, den göttlichen Charakter des Erlösers zu erkennen, so dass sie ihn verwarf.“ – Zeugnisse, Band 5, S. 778. 5. Ein aufrichtig Suchender reift heran 24.04. (Do) a. Wie tadelten die Hohepriester und Pharisäer die Knechte? Johannes 7, 47-49. b. Bringe das mit Nikodemus darauf folgende Gespräch in Verbindung dazu, in welchem sich sein Wachstum seit der Unterhaltung mit Christus in der Nacht aus Johannes Kapitel 3 zeigt. Johannes 7, 50-52. „[Nikodemus] verbarg die Wahrheit in seinem Herzen, und drei Jahre hindurch waren kaum Ergebnisse zu sehen. Doch obwohl Nikodemus sich nicht öffentlich zu Christus bekannte, hatte er im Hohen Rat wiederholt die Mordpläne der Priester durchkreuzt.“ – Das Wirken der Apostel, S. 108. „Die Lehre, die Christus dem Nikodemus übermittelt hatte, war nicht vergeblich gewesen. Überzeugung hatte in seinen Gedanken Raum gewonnen, und in seinem Herzen hatte er Jesus angenommen. Seit seiner Unterredung mit dem Erlöser hatte er die alttestamentlichen Schriften ernsthaft durchforscht und hatte Wahrheit gesehen, die in den rechten Rahmen des Evangeliums gesetzt war. Die von ihm gestellte Frage war klug und wäre den Obersten des Hohen Rats lobenswert erschienen, hätte der Feind sie nicht irregeführt. Doch waren sie so sehr mit Vorurteilen erfüllt, dass kein Argument zugunsten des Jesus von Nazareth, wie überzeugend es auch sein mochte, bei ihnen Gewicht gehabt hätte. Die Antwort, die Nikodemus erhielt, lautete: ‚Bist du auch ein Galiläer? Forsche und siehe, aus Galiläa steht kein Prophet auf.‘ Die Priester und Obersten waren irregeführt worden, wie Satan es beabsichtigt hatte, so dass sie glaubten, Christus käme aus Galiläa. Einige, die wussten, dass er in Bethlehem geboren war, schwiegen, auf dass der Irrtum nicht aufgedeckt würde.“ – Bibelkommentar, Band 5, S. 321. Fragen zur persönlichen Wiederholung 25.04. (Fr) 1. Warum zog Jesus die Aufmerksamkeit und den Respekt der Menschen auf sich? 2. Wie bestanden die jüdischen Obersten darauf Jesus aufzuhalten? 3. Welchen öffentlichen Aufruf machte Jesus am letzten Tag des Festes? 4. Erkläre den großen Konflikt, der daraus entstand. 5. Woran soll mich Nikodemus erinnern, wenn ich an Menschen denke, die ich kenne? |