6. Lektion Sabbat, den 10. Mai 2025


Jesus, das Licht der Welt

LEITTEXT: „Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8, 12).

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 1, S. 429-433.

„Der Mond und die Sterne unseres Sonnensystems erhalten ihren Schein durch Zurückwerfung des Sonnenlichtes. Ebenso spiegeln sich in den Denkern der Erde, sofern ihre Lehren richtig sind, die Strahlen der Sonne der Gerechtigkeit. Jeder Gedankenschimmer, jeder Geistesblitz stammt von dem Lichte der Welt.“ – Erziehung, S. 11.

1. Sich an die Schöpfung erinnern 04.05. (So) 

a. Was erschuf Gott am ersten Tag der Schöpfung? 1. Mose 1, 3-5.


„Auf sein Schöpfungswort hin war zu Anbeginn das Licht aus der Finsternis hervorgebrochen.“ – Das Leben Jesu, S. 459.

b. Wer war bei der Schöpfung der Welt gegenwärtig, nicht nur als Betrachter, sondern als aktiver Teilnehmer? 1. Mose 1, 1. 2; Johannes 1, 1. 2; Kolosser 1, 16.

„Am Anfang offenbarte sich Gott in einem jeden Schöpfungswerk. Christus war es, der die Himmel ausbreitete und auch den Grund der Erde legte… Er war es, der die Erde mit Schönheit und die Lüfte mit Gesang erfüllte. Und auf jedes seiner Schöpfungswerke auf Erden, in den Lüften und am Himmel, schrieb er die Botschaft von der Liebe des Vaters.“ – Das Leben Jesu, S. 10.
„Die Hand, die die Himmelskörper im Weltenraume trägt, die alle Dinge im gesamten Universum Gottes in ihrer Ordnung und in rastloser Tätigkeit erhält, ist es, die für uns ans Kreuz genagelt wurde.“ – Erziehung, S. 121.

2. Licht in der Wüste 05.05. (Mo) 

a. Wie wurden die Kinder Israels durch die Wüste geleitet? 2. Mose 13, 21. 22. Erkläre die Gegenwart, die sich in der Wolken- und Feuersäule verhüllte? 2. Mose 13, 21 (erster Teil); 1. Korinther 10, 1-4.


„Immer, wenn Gott sich seinem Volk offenbarte, war das Licht ein Sinnbild seiner Gegenwart. Auf sein Schöpfungswort hin war zu Anbeginn das Licht aus der Finsternis hervorgebrochen. Licht war tagsüber in der Wolkensäule und nachts in der Feuersäule verhüllt und leitete so die großen Heerscharen Israels.“ – Das Leben Jesu, S. 459.

b. Was steht über die Gegenwart Christi mit Israel in der Wüste geschrieben, und welchen Schutz hat Gott seinem Volk verheißen? Psalm 105, 39; Jesaja 4, 5. 6.

„An einer der schönsten und tröstlichsten Stellen der Weissagungen Jesajas bezieht sich der Prophet auf die Wolken- und Feuersäule. Sie weist darauf hin, dass Gott Acht hat auf sein Volk in dem großen Endkampf mit den Mächten des Bösen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 258.

c. Wie offenbarte sich Christus am Sinai, und wie reagierten Mose und das Volk? 2. Mose 19, 16-18; 20, 18. 19; Hebräer 12, 21.

„‚Und die Herrlichkeit des Herrn war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Kindern Israel.‘… So schrecklich waren die Zeichen der Gegenwart Jahwes, dass das ganze Volk Israel vor Furcht erzitterte und sich vor dem Herrn in den Staub warf.“ – Patriarchen und Propheten, S. 278.
„Die Offenbarung der Gegenwart Christi war so herrlich, dass es ein sterblicher Mensch nicht ertragen konnte. Mose, der von Gott so sehr geachtet wurde, sagte: ‚Ich bin erschrocken und zittere‘. Aber Gott stärkte ihn, um diese überragende Herrlichkeit zu ertragen, und vom Berg einen Abglanz zu bringen, so dass das Volk es nicht ertragen konnte.“ – Sons and Daughters of God, S. 225.

3. Licht in der Gegenwart Gottes 06.05. (Di) 

a. Wie bezeugte Christus seine Gegenwart in der Stiftshütte? 2. Mose 40, 34. 35.


„Mit eifriger Anteilnahme drängte sich das ganze Volk um das heilige Bauwerk. Während sie alles mit ehrfurchtsvoller Befriedigung beschauten, schwebte die Wolkensäule auf das Heiligtum herab und hüllte es ein. ‚Und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung.‘ Gott offenbarte sich mit Majestät, und eine Zeitlang konnte nicht einmal Mose eintreten. Mit tiefer Bewegung ersah das Volk aus diesem Zeichen, dass das Werk ihrer Hände angenommen war. Man hörte keine lauten Freudenkundgebungen. Heilige Scheu lag über allen. Aber unter Freudentränen flüsterten sie leise, ernste Worte der Dankbarkeit, dass Gott sich herabgeneigt hatte, um bei ihnen zu wohnen.“ – Patriarchen und Propheten, S. 326. 327.
„In der Schechina über dem Gnadenstuhl offenbarte Gott seine Gegenwart; inmitten der Cherubim tat Gott seinen Willen kund. Hin und wieder wurden dem Hohenpriester göttliche Botschaften durch eine Stimme aus der Wolke mitgeteilt. Manchmal fiel ein Licht auf den Engel zur Rechten zum Zeichen der Billigung und Annahme, oder es ruhte ein Schatten auf dem Engel zur Linken, um Missfallen oder Verwerfung auszudrücken.“ – Patriarchen und Propheten, S. 326.

b. Was geschah später, als der Tempel geweiht wurde? 2. Chronik 7, 1.

„Das prächtige Heiligtum war nach dem Vorbild gebaut worden, das Mose auf dem Berge und später auch David vom Herrn gezeigt worden war. Dieses irdische Heiligtum sah genauso wie das himmlische aus. Zusätzlich zu den beiden Cherubim auf dem Deckel der Lade hatte Salomo noch zwei größere Engel anfertigen lassen, die an jedem Ende der Lade standen. Sie repräsentierten die himmlischen Engel, die ständig über die Gebote Gottes wachen. Es ist unmöglich, die Schönheit und Pracht dieses Heiligtums zu beschreiben. Als die heilige Lade in feierlicher und ehrfürchtiger Ordnung ins Heiligtum getragen wurde, setzte man sie unter die Flügel der beiden imposanten Cherubim, die auf dem Boden standen.
Die Sänger vereinigten ihre Stimmen mit allen Musikinstrumenten zum Lobe Gottes. Und während diese Musik durch den Tempel und ganz Jerusalem erschallte, zog die Wolke der Herrlichkeit Gottes, die vorher die Stiftshütte erfüllt hatte, in das Haus ein. ‚Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke das Haus des Herrn, so dass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn.‘“ – Spiritual Gifts, Band 4, S. 113. 114.

4. Das Licht des Evangeliums 07.05. (Mi) 

a. Welche Botschaft Christi in Johannes 8, 12 gibt uns große Hoffnung?


„Es waren nicht die gelehrten Theologen, die für diese Wahrheit Verständnis hatten und sich mit ihrer Verkündigung befassten. Wären sie treue Wächter gewesen, die die Schrift fleißig und unter Gebet erforscht hätten, so würden sie die Zeit der Nacht erkannt haben, und die Weissagungen hätten ihnen die Ereignisse erschlossen, die unmittelbar bevorstanden. Sie nahmen jedoch nicht diese Haltung ein, und die Botschaft wurde einfacheren Männern übertragen… Wer sich von dem von Gott verliehenen Licht abwendet, oder es versäumt, danach zu trachten, wenn es in seinem Bereich ist, bleibt in der Finsternis.“ – Der große Kampf, S. 315.
„Der Herr hat jede Vorkehrung getroffen, damit wir eine reiche, erfüllte und freudige Erfahrung haben können. Johannes schreibt über Christus mit den Worten ‚In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.‘ Das Leben steht in Verbindung mit dem Licht. Wenn wir kein Licht von der Sonne der Gerechtigkeit empfangen, dann können wir auch kein Leben von ihm haben. Aber dieses Leben wird jeder Seele bereitgestellt, und nur wenn wir uns vom Licht entziehen, überkommt uns die Finsternis. Jesus sagte: ‚Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wir das Licht des Lebens haben.‘ In unserer Welt kann es kein Leben ohne Licht geben. Wo die Sonne nicht scheinen würde, würden alle Vegetation und alle Tiere zugrunde gehen. Das verbildlicht die Tatsache, dass wir kein geistliches Leben haben können, wenn wir uns nicht unter die Strahlen der Sonne der Gerechtigkeit begeben. Wenn wir eine blühende Pflanze in einen dunklen Raum bringen, dann wird diese früher oder später vergehen; so können auch wir ein geistliches Leben haben, und es doch verlieren, indem wir in einer Atmosphäre des Zweifels und Trübsinns verweilen.“ – Sons and Daughters of God, S. 281.

b. Welche Zusicherung erhalten wir, wenn wir uns zu Jesus wenden? 2. Korinther 3, 18.

„So wie sich eine Blume zur Sonne wendet, damit die hellen Strahlen dazu führen ihre Schönheit und Gleichmäßigkeit zu vervollkommnen, so sollten die Nachfolger Christi sich zu der Sonne der Gerechtigkeit wenden, damit das Licht des Himmels auf sie scheinen kann, und ihre Charaktere vervollkommnet, und ihnen eine tiefe und bleibende Erfahrung in den Werken Gottes gibt. Wenn wir nicht unsere menschlichen Anstrengungen mit der göttlichen Gnade verbinden, ist es außer unserer Macht die Segnungen zu empfangen, die durch Christus bereitgestellt wurden.“ – Sons and Daughters of God, S. 26.
„Wer beharrlich das Ziel verfolgt, nach Gottes Willen zu handeln, und ernstlich auf das bereits empfangene Licht achtet, wird mehr Licht empfangen; ihm wird ein Stern von himmlischem Glanz gesandt werden, um ihn in alle Wahrheit zu leiten.“ – Der große Kampf, S. 315.

5. In unsere Herzen scheinen 08.05. (Do) 

a. Wie können wir von der inspirierten Beschreibung des Paulus über das Licht der Welt ermutigt werden? 2. Korinther 4, 6.


„Lasst die herrlichen Vorstellungen von Gott euer Gemüt erfüllen. Lasst euer Leben durch ein verborgenes Band mit dem Leben Jesu verbunden sein. Er, der das Licht aus der Finsternis hervorleuchten ließ, ist willig, auch in euer Herz hineinzuscheinen, um euch Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi zu geben. Der Heilige Geist wird euch göttliche Dinge offenbaren und sie als eine lebendige Kraft in das gehorsame Herz pflanzen. Christus wird euch an die Schwelle des Ewigen leiten. Ihr dürft die Herrlichkeit hinter dem Vorhang schauen und den Menschen die Vollkommenheit dessen offenbaren, der immerdar lebt, um Fürbitte für uns einzulegen.“ – Christi Gleichnisse, S. 147.
„Die in Menschengestalt geoffenbarte Herrlichkeit Gottes wird die Menschen so eng mit dem Himmel verbinden, dass die den inneren Tempel schmückende Schönheit in einer jeden Seele gesehen werden wird, in welcher der Heiland wohnt. Die Menschen werden durch die Herrlichkeit eines innewohnenden Christus gefesselt werden, und in Strömen von Lob- und Danksagungen seitens der vielen Seelen, die in dieser Weise für Gott gewonnen wurden, wird die Herrlichkeit des großen Gebers erhöht werden.
‚Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn gehet auf über dir.‘ (Jesaja 60, 1.) Diese Botschaft wird denen gegeben, die ausgehen, dem Bräutigam zu begegnen. Christus kommt in Kraft und großer Herrlichkeit. Er kommt in seiner eigenen Herrlichkeit und in der Herrlichkeit seines Vaters. Er kommt und alle heiligen Engel mit ihm. Während die ganze Welt in Finsternis liegt, wird in einer jeden Wohnung der Heiligen Licht sein. Die ersten Lichtstrahlen bei seinem zweiten Erscheinen werden auf sie fallen. Das reine, lautere Licht wird von seiner Herrlichkeit ausstrahlen, und Christus, der Erlöser, wird von allen, die ihm gedient haben, bewundert werden. Während die Gottlosen von seiner Gegenwart fliehen, werden seine Nachfolger sich freuen.“ – Christi Gleichnisse, S. 414.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 09.05. (Fr) 

1. Was lehrt uns die Bibel über die Gottheit im Schöpfungswerk?
2. Beschreibe, wie Jesus sich seinem Volk in der Wüste offenbarte.
3. Wie schien das Licht Christi in der Stiftshütte und im Tempel?
4. Beschreibe, wie Jesus sich bei der Tempelweihe offenbarte.
5. Wie offenbart sich Christus uns und durch uns?

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