7. Lektion Sabbat, den 17. Mai 2025


Das Licht verworfen – oder reflektiert?

LEITTEXT: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten!“ (Psalm 27, 1.)

Zum Lesen empfohlen: Zeugnisse, Band 7, 24-33.

„Christus ist das ‚Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen‘. (Johannes 1, 9.) Wie alle menschlichen Wesen durch Christus das Leben haben, so empfängt auch jede Seele durch ihn einen Strahl göttlichen Lichtes.“ – Erziehung, S. 25.

1. Das prophezeite Licht 11.05. (So) 

a. Wie hat der Heilige Geist durch Jesaja auf Jesus hingewiesen? Jesaja 49, 6.

b. Wie erkannte Simeon Jesus als er zur Weihe in den Tempel gebracht wurde, und welche Gedanken sollte das in uns hervorrufen? Lukas 2, 32.


„Der alte Simeon hatte im Tempel, in dem Jesus soeben lehrte, von ihm als einem ‚Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Israel‘ gesprochen. (Lukas 2, 32.) Mit diesen Worten hatte er eine Weissagung auf ihn bezogen, die in ganz Israel bekannt war. Durch den Propheten Jesaja hatte der Heilige Geist erklärt: ‚Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde.‘ (Jesaja 49, 6.) Diese Weissagung wurde allgemein auf den Messias bezogen, und als Jesus nun sagte: ‚Ich bin das Licht der Welt‘, konnte das Volk nicht umhin, seinen Anspruch, der Verheißene zu sein, zu erkennen.“ – Das Leben Jesu, S. 460.
„Oh, welch eine Lehre birgt diese wunderbare Geschichte von Bethlehem! Wie straft sie unseren Unglauben, unsern Stolz und Eigendünkel! Wie warnt sie uns, auf der Hut zu sein, damit wir durch unsere Gleichgültigkeit nicht auch verfehlen, die Zeichen der Zeit zu verstehen und dadurch den Tag unserer Heimsuchung zu erkennen.“ – Der große Kampf, S. 318

2. Das Licht zurückgewiesen 12.05. (Mo) 

a. Wie reagierten die jüdischen Obersten auf die Mission Christi? Johannes 1, 11; 8, 13.


„Das ganze Leben und die Lehren Christi waren eine fortwährende Lektion der Demut, Wohltätigkeit, Tugend und Selbstaufopferung. Es war ein beständiger Tadel an dem selbstgerechten, peinlich genauen Geist, den die Juden hatten. Satan führte sie so weit, dass sie bereits bei bloßer Erwähnung der wunderbaren Werke Christi in Raserei geierten, die die Aufmerksamkeit des Volkes von ihnen weglenkten. Letztendlich begannen sie daran zu glauben, dass er ein Betrüger sein, und jedes Mittel, das sie ersinnen konnten, um sich seiner zu entledigen, würde eine Tugend für sie darstellen.“ – Spiritual Gifts, Band 4a, S. 117.

b. Welche klaren Erklärungen gab Jesus den ungläubigen Pharisäern, und wie haben sie dennoch darauf reagiert? Johannes 8, 14-18.

„[Die Pharisäer] waren bezüglich [Christi] göttlichen Charakter und seiner Mission unwissend, weil sie die Prophezeiungen über den Messias nicht erforscht haben, so wie es ihr Vorrecht und ihre Aufgabe gewesen wäre. Sie hatten keine Verbindung mit Gott und dem Himmel, und verstanden deshalb das Werk des Erlösers der Welt nicht. Obwohl sie die überzeugendsten Beweis erhalten hatten, dass Jesus der Erlöser war, so haben sie sich doch geweigert ihre Herzen zu öffnen, um es zu verstehen. Zuerst haben sie ihre Herzen gegen ihn gerichtet und lehnten die stärksten Beweise seiner Göttlichkeit ab. Infolgedessen sind ihre Herzen verhärtet, bis sie entschlossen waren ihm nicht zu glauben und ihn nicht anzunehmen.“ – The Spirit of Prophecy, Band 2, S. 354. 355.

c. Welcher deutliche Gegensatz bestand nach den Worte Jesu zwischen ihm und den ungläubigen Pharisäern? Johannes 8, 19-23.

d. Was musste die fatale Folge sein, weil die jüdischen Obersten Christus zurückgewiesen haben? Johannes 8, 24; Matthäus 23, 38.

3. zwei Klassen von Zuhörern 13.05. (Di) 

a. Was forderten die Pharisäer von Jesus, nachdem sie gewarnt wurden, dass sie in ihren Sünden sterben könnten, und warum? Johannes 8, 25 (erster Teil).


„Sie taten so, als hätten sie seine Worte nicht verstanden, und fragten ihn: ‚Wer bist du denn?‘ Sie wollten damit erreichen, dass er sich selbst als Christus bezeichnete. Sein Aussehen aber und seine Taten wichen so sehr von den Erwartungen des Volkes ab, dass es ihn, wie seine listigen Feinde glaubten, als Betrüger zurückweisen würde, falls er sich ihm als der Messias vorstellte.“ – Das Leben Jesu, S. 460. 461.

b. Wie antwortete ihnen der Erlöser, indem er seine außergewöhnliche Beziehung zu seinem Vater offenbarte? Johannes 8, 25 (letzter Teil). 26-29.

„Nie übertrat Christus die Grundsätze des Gesetzes Gottes. Niemals handelte er gegen den Willen seines Vaters. Vor Engeln, Menschen und Dämonen konnte er Worte äußern, die eine Lästerung gewesen wären, wenn jemand anders sie geäußert hätte: ‚Ich tue allezeit, was ihm gefällt.‘ Drei Jahre lang folgten ihm seine Feinde auf Schritt und Tritt und versuchten, irgendeinen Charakterfehler bei ihm zu entdecken. Satan mit seiner ganzen Bundesgenossenschaft des Bösen versuchte ihn zu überwinden. Aber sie fanden nichts, woraus sie einen Vorteil hätten ziehen können. Selbst die Teufel mussten bekennen: ‚Du bist der heilige Gottes‘.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 209.

c. Beschreibe den täglichen Wandel Christi mit seinem Vater, und wie wir seine Erfahrung widerspiegeln sollten. Johannes 15, 10; Epheser 2, 4-6.

„Wie Jesus in menschlicher Natur war, so sollen es nach dem Willen Gottes auch seine Nachfolger sein. In seiner Kraft sollen wir ein reines, edles Leben führen.“ – Zeugnisse, Band 8, S. 290.
„Das Erdenleben des Heilandes war, obgleich reich an Kämpfen, doch ein Leben des Friedens. Während wütende Feinde ihn fortwährend verfolgten, sagte er: ‚Der mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lässt mich nicht allein; denn ich tue allezeit was ihm gefällt.‘ (Johannes 8, 29.) Kein Ausdruck menschlicher oder satanischer Wut konnte den Frieden seiner vollkommenen Gemeinschaft mit Gott stören.“ – Das bessere Leben, S. 17

4. Das Licht reflektiert 14.05. (Mi) 

a. Welchen Eindruck hatten Jesu einschneidende Wahrheiten an die Pharisäer auf die aufrichtigen Zuhörer? Warum kann uns das heute ermutigen? Johannes 8, 30.


„Christus verstand es, ruhig und intelligent zu handeln und ihre Pläne, ihn zu verurteilen, zu vereiteln. Die Worte des Herrn waren wie scharfe Pfeile, die ihr Ziel ins Mark trafen, und die Herzen seiner Ankläger verwundeten. Jedes Mal, wenn Christus zu den Menschen sprach, ob vor einer großen oder kleinen Zuhörerschaft, hatten seine Worte eine rettende Wirkung auf manche seiner Zuhörer. Keine Botschaft, die je von den Lippen Christi kam, sollte verloren gehen. Jedes Wort, das er sprach, legte eine neue Verantwortung auf diejenigen, die es hörten. Prediger, die der Welt die letzte Gnadenbotschaft bringen, die die Wahrheit ernsthaft zeigen, die sich auf Gott verlassen, um Stärke zu erlangen, brauchen niemals zu fürchten, dass ihre Anstrengungen vergeblich seien. Niemand kann sagen, dass die Pfeile der Wahrheit ihr Ziel nicht erreicht, und die Seelen ihrer Zuhörer durchdrungen haben. Auch wenn das menschliche Auge den Pfeil der Wahrheit nicht fliegen sieht, und kein menschliches Ohr den Schrei der verwundeten Seele hört, so hat doch die Wahrheit leise ihren Weg zum Herzen gefunden. Gott hat zur Seele gesprochen, und am Tag des Schlussgerichtes wird der Diener Gottes mit den Trophäen der erlösenden Gnade dastehen, um Christus die Ehre zu geben, die ihm gebührt. Gott, der in das Verborgene sieht, wird diejenigen öffentlich belohnen, die die Wahrheit in seinem Namen verkündet haben.“ – The Signs of the Times, 6. Februar 1896.

b. Wer wird außer den Predigern noch gesegnet, wenn er das Licht des Himmels reflektiert? Psalm 27, 1; 147, 15; Jesaja 55, 10. 11.

„Männer, die nicht zum Predigtamt berufen sind, sollte man ermutigen, entsprechend ihren Fähigkeiten für den Meister zu wirken. Hunderte von untätigen Männern und Frauen könnten einen brauchbaren Dienst ausüben. Indem sie ihren Freunden und Nachbarn die Wahrheit brächten, könnten sie ein großes Werk für den Meister tun. Bei Gott gilt kein Ansehen der Person. Er braucht demütige, ergebene Christen, wenn sie auch nicht so gründlich ausgebildet sind wie manch andre. Sie können für ihn von Haus zu Haus gehen. Sind sie demütig, verständig und gottesfürchtig, können sie den Bedürfnissen der Familien besser gerecht werden als ein eingesegneter Prediger.“ – Zeugnisse, Band 7, S. 26. 27.

5. Gefangenschaft oder Freiheit 15.05. (Do) 

a. Was sagte Jesus zu den Juden, die ihn annahmen? Johannes 8, 31. 32. Wie scheiterten hingegen die Ungläubigen darin, die einzige Bedingung zu erkennen, die uns von der Sünde frei macht? Johannes 8, 33-36.


„[Die Pharisäer] waren der übelsten Knechtschaft verfallen – beherrscht vom Geist des Bösen.
Jeder Mensch, der sich dem Anspruch Gottes verweigert, wird von einer anderen Macht beherrscht. Er gehört nicht sich selber. Mag er auch von Freiheit reden, in Wirklichkeit lebt er doch in der erniedrigendsten Knechtschaft. Er darf den Glanz der Wahrheit nicht aufnehmen; denn der Teufel beherrscht seinen Geist. Vielleicht schmeichelt er sich damit, der eigenen Urteilskraft zu folgen, tatsächlich aber gehorcht er dem Willen des Fürsten der Finsternis. Christus kam, um die Seele von den Fesseln der Sündenknechtschaft zu erlösen…
In dem Werk der Erlösung gibt es keinen Zwang. Keine äußere Gewalt wird angewandt. Unter dem Einfluss des Geistes Gottes steht es dem Menschen frei, selbst zu entscheiden, wem er dienen möchte. In der Änderung, die stattfindet, wenn die Seele sich Christus übergibt, liegt die höchste Stufe der Freiheit. Die Austreibung der Sünde ist eine Tat des Herzens. Es trifft zu, wir können uns nicht aus eigener Kraft von der Herrschaft Satans befreien. Wenn wir aber von der Sünde frei werden wollen und in höchster Not nach einer Macht außer und über uns rufen, dann werden die Kräfte unseres Herzens von der göttlichen Macht des Heiligen Geistes so durchdrungen, dass sie den Willen Gottes als ihren eigenen erfüllen.
Die Freiheit des Menschen ist nur unter der einen Voraussetzung möglich, dass er mit Christus eins wird. ‚Die Wahrheit wird euch frei machen.‘ Christus ist diese Wahrheit. Die Sünde kann nur Erfolg haben, wenn sie den Geist schwächt und die Freiheit der Seele zerstört. Unterwirft man sich aber Gott, dann wird das eigentliche Selbst wiederhergestellt – die wahre Herrlichkeit und Würde des Menschen. Das göttliche Gesetz, von dem wir abhängig sind, ist das ‚Gesetz der Freiheit‘. (Jakobus 2, 12.)“ – Das Leben Jesu, S. 461. 462.

Fragen zur persönlichen Wiederholung 16.05. (Fr) 

1. Beschreibe die Wichtigkeit der Worte Simeons über Jesus.
2. Beschreibe, wie die Schriftgelehrten und Pharisäer Christus behandelt haben.
3. Was sollte mit ihrer Nation geschehen, weil sie Jesus zurückgewiesen haben?
4. Wie reagieren aufrichtige Seelen auf Christus, sowohl damals als auch heute?
5. Erkläre das Konzept der „Freiheit“ im Licht der Wahrheit des Evangeliums.

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